Bugatti Veyron Grand Sport Venet: Kunstwerk mit 1200 PS

Mit dem Grand Sport Venet fertigt Volkswagen jetzt ein weiteres Einzelstück seiner Bugatti Veyron-Reihe. Mathematische Gleichungen zur Geschwindigkeit und Motorleistung sind es, mit denen der Künstler Bernar Venet den Supersportwagen in einzigartiger Weise veredelt hat. 10 Jahre, nachdem der erste Veyron vom Wolfsburger Fertigungsband lief, wird der exquisiten Fahrzeug-Serie mit dem Venet jetzt ein weiteres Kapitel hinzugefügt.

Unikat für 2 Millionen Euro
Weniger als 400 Stück des Bugatti Veyron kamen bislang weltweit in den Verkauf. Neben den rund 300 Coupés und 70 Cabrios gab es auch schon zuvor diverse Unikate des Roadstars. Dabei blieb die technische Ausführung, wie auch im Fall des Venet, stets serienmäßig. „Bleu Centenaire“, „par Hermès“, „Pur Sang“ oder „Weltmeister-Edition“ hießen die bisherigen Sondermodelle, die für rund 2 Millionen Euro gehandelt wurden. Das Serien-Coupé dagegen kostet zwischen 1,2 und 1,7 Millionen Euro, ist inzwischen jedoch vergriffen. Der letzte Wagen der auf 300 Stück limitierten Serie ging im Herbst 2012 an einen europäischen Käufer.

415 km/h Spitze bei 1200 PS
Spätestens, seit der Bugatti Veyron vor zweieinhalb Jahren einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord für straßenzugelassene Seriensportwagen aufstellte, besitzt der Supersportler Kultstatus. 434 km/h Top-Speed schaffte die 1200 PS-Ausführung im Juli 2010 auf der Teststrecke der Volkswagen AG. 50 dieser Super-Sport-Versionen wurden produziert, die restlichen 250 verfügen als Standard-Coupés immerhin über 1001 PS. Auch der Grand Sport Venet entspricht bis auf sein Design der Serien-Ausführung. 415 km/h soll die Spitzengeschwindigkeit des Roadstars betragen. Die 1200 PS und 882 kW werden dabei von 16 Zylindern und 4 Turboladern erzeugt. Auf unglaubliche 100 Liter Spritverbrauch je 100 Kilometer kommt der Sportwagen bei voller Motorleistung – ein Wert, der ihn in den aktuellen ökologischen Krisenzeiten nicht gerade als breitentauglich stempelt. Doch dafür war das orange-braune Kunstwerk ja auch nie vorgesehen.

Französisches Design im Hause VW
Das Design des neuen Bugatti-Einzelstücks stammt von Bernar Venet, einem der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer. Mathematische Formeln und Gleichungen sind es, mit welchen der 71-jährige Franzose sowohl Außen- als auch Innenbereich des Boliden gestaltet hat. Bei der Innenausstattung finden sich die filigranen Muster auf den Türeinsätzen, im Außenbereich wurden Kohlefaser-Karosserie und Leichtmetallfelgen in das orange-braune Design eingebunden. Mit dem 1200 PS-Kunstwerk wurde der aufsehenerregenden Veyron-Historie nun ein weiteres Prestige-Objekt hinzugefügt. Auch die nächste Generation ist schon in Planung: mit 1250 PS wird die Leistung des Supersportwagens dann noch ein wenig nach oben geschraubt. Auch weitere Sondermodelle werden wohl nicht ausbleiben. Wir dürfen gespannt sein.

1 Kommentar

  1. In dem Artikel sind mir einige Fehler aufgefallen. Zunächst einmal basiert die Sondereditiom des Künstlers Bernar Venet auf dem Grand Sport, was zur Folge hat, dass er über eine Leistung von 1001 PS und nicht 1200 PS verfügt. Des Weiteren verließ der erste Veyron weder vor 10 Jahren ein Fertigungsband, geschweige denn in Wolfsburg. Die gesamte technische Entwicklung fand zwar in Wolfsburg statt, die Fahrzeugproduktion hingegen wird in Molsheim im Elsass ausgeführt. Im Sptember 2005 wurde der erste Serien Veyron fertiggestellt. Das entspricht nicht 10 Jahren. Richtig ist, dass es diverse Sondermodelle gab, allerdings war von keiner der Name “Weltmeister Edition”. Die Edition hieß “Weltrekord Edition”.

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