Iomega EZ Media and Backup Center: neues NAS-System mit Cloud-Funktion im Test

iomega nasWir hatten euch vor kurzem bereits das Iomega EZ Media and Backup Center NAS-System in unserem Ausgepackt-Artikel vorstellen können. Nun möchten wir neben den technischen Einzelheiten natürlich auch auf die Features, den Umfang und die grundlegenden Funktionen genauer eingehen.

 

 

Die technischen Daten des Iomega EZ Media and Backup Center:

  • 1.2GHz Dual-Core Prozessor
  • 128MB DDR3 Arbeitsspeicher
  • Ethernet LAN 10/100/1000Mbit Schnittstelle
  • Stromversorgung via 240-Volt Steckdose
  • Leistungsaufnahme im Betrieb: 9 Watt Maximal
  • Drei Jahre Garantie
  • Systemvoraussetzungen: PC mit Windows XP/Vista/7 OS, Mac OS X 10.5 – 10.7, Linux Redhat 9, Enterprise 4/5, Gentoo, Mandrake 10, Debian 4, FedoraCore 6/5, FedoraCore 5/6, OpenSUSE 10.3Unterstützt: DLNA, iTunes-Server, UPnP Media Server
  • Gewicht: rund 1,35 Kilogramm
  • Lieferumfang: EU-Netzstecker, Deutscher Netzstecker, Betriebsanleitung, NAS, Netzladegerät, Schnellstart-Anleitung, Ethernet LAN Kabel

Die Installation und Inbetriebnahme:

Mit dem mitgelieferten Zubehör wird das Iomega EZ Media and Backup Center NAS-System schnell und einfach mit euren Geräten am Arbeitsplatz oder auch im Wohnzimmer kombiniert. Das mitgelieferte Ethernet LAN Kabel stöpselt ihr einfach in einen Router, Hub oder PC ein und die andere Seite natürlich ins NAS. Außerdem schließt ihr das NAS-System an die Stromversorgung an und An-Taste auf der Gehäuserückseite. Nach einem kurzen Bootvorgang ist das NAS-System zur Nutzung bereit und zeigt euch dies über die Status-Leuchten auf der Vorderseite an.

Konfiguration

iomega2Da das Iomega EZ Media and Backup Center NAS-System ganz ohne Software ausgeliefert wird, muss man natürlich eine andere Möglichkeit haben, auf die Daten zugreifen zu können. Iomega bietet für dieses NAS-System den Online-Zugang an. Über www.myiomega.com und dann „Mein Gerät ix2 verwalten“ werdet ihr zum NAS-System weiter geleitet, wobei über den Menüpunkt eine IP-Adresse im eigenen Netzwerk aufgerufen wird. Alternativ könnt ihr auf das NAS auch über Computer, Netzwerk und dann „IomegaEZ“ drauf zugreifen.

 

 

 

Funktionen/Einstellungsmöglichkeiten und Co.

Angekommen im Menü des NAS-Systems springen euch zahlreiche Features und Funktionen entgegen. Unter dem allgemeinen Punkt findet ihr die Einstellungsmöglichkeiten wie etwa die Freigabe für verschiedene Benutzer, generelle Freigaben, Kopieraufträge, Support beziehungsweise die Unterstützung bei Problemfällen und den allgemeinen Status des ganzen Systems.

Der Systemstatus ist ein recht interessanter Punkt, da ihr dort unter anderem verschiedene Daten abrufen könnt, wie etwa der Speicherplatz der noch verfügbar ist. Außerdem könnt ihr die einzelnen Temperaturen des eingebauten Prozessors und der Platine abrufen, wie man es zum Beispiel von einem BIOS aus dem Desktop-PC her kennt.

Der zweite Punkt „Cloud Services“ lässt euch verschiedene Cloud-Dienste nutzen oder ihr erschafft einfach eure eigene Cloud mit dem NAS. Als gängige Cloud-Anbieter wird Atmos, Amazon S3 und für Backups Mozy-Backup angeboten. Wollt ihr hingegen eine eigene Cloud anbieten, in der ihr Daten mit Freunden teilen könnt, dann werdet ihr in ein Konfigurationsmenü weiter geleitet, wo ihr zum Beispiel die Sicherheitseinstellungen, Nutzungsrechte und die Daten zur Freigabe einstellen könnt. Die Einrichtung der Personal Cloud nimmt etwa zwei Minuten in Anspruch. Ihr gebt lediglich die Bezeichnung und die Zugriffsart ein. Im zweiten Punkt außerdem noch das Passwort, das ihr für den Remote-Zugriff benötigt. Sollten noch Probleme bei der Konfiguration eintreffen, dann informiert euch die Web-Oberfläche über die Problemfälle. Nach der Konfiguration eures Cloud-Dienstes könnt ihr außerdem Benutzer per E-Mail einladen.

Der dritte Punkt „System“ beinhaltet wie gewohnt alle Möglichkeiten zur Einstellung des NAS-Systems. Dies fängt unter anderem bei den verschiedenen Apps an, über den Energiesparmodus, ein Ereignisprotokoll, eine Geräteerkennung, die Sicherheit, Updates der Software, Sprachen und natürlich auch der Zurücksetzung zu den Werkseinstellungen.

iomega1Der vierte Punkte Backup umschließt die Datensicherung. Über diesen Punkt könnt ihr unter anderem Dateisicherungen in den jeweiligen Clouds ablegen und Online darauf zugreifen. Dies kann natürlich Vorteilhaft sein, wenn ihr wichtige Daten nicht Zuhause auf den Festplatten haben wollt, zum Beispiel weil diese kaputt gehen könnten.

Beim fünften Punkt Medien wird es mal wieder interessant. Mit dem NAS-System steht euch natürlich nicht nur die Datensicherung zur Verfügung, sondern auch Apps, wie man Sie in ähnlicher Weise von Smartphones oder Tablet-PCs her kennt. In der Grundausstattung sind beim EZ Media and Backup Center NAS unter anderem Apps für Facebook, YouTube, Flickr oder Torrent enthalten. Über die jeweiligen Apps könnt ihr Fotos, Videos, Dokumente und andere Inhalte direkt ins Netz hoch laden. Bei Facebook würden zum Beispiel die Fotos direkt in eurem Account hoch geladen werden, während bei YouTube die Videos in eurem Video-Account veröffentlicht werden. Alle Apps benötigen zur Sicherheit natürlich die entsprechenden Zugänge die man vorher konfigurieren muss.

Unter dem Menüpunkt „Speicher“ stehen weitere Optionen für externe USB-Speichermedien zur Verfügung. Über die USB-Schnittstelle auf der Geräterückseite könnt ihr zum Beispiel USB-Sticks oder USB-Festplatten am NAS anschließen, um die Daten im Netzwerk oder auch in der Cloud freigeben zu können. Das ganze erfolgt in Kombination mit dem weiteren Menüpunkt „Netzwerk„, wo ihr Alternativ auch weitere Geräte direkt ansprechen könnt, die zum Beispiel nicht direkt am NAS angeschlossen aber über das Netzwerk erreichbar sind.

Die Datenübertragung muss natürlich nicht über die Web-Oberfläche durchgeführt werden, sondern das NAS-System erscheint bei Windows-basierten PCs unter Arbeitsplatz/Netzwerk als eigenständiges IomegaEZ. Mit dem Zugriff über den Arbeitsplatz könnt ihr somit auch auf die freigegebenen Ordner drauf zugreifen und Daten hin und her schieben.

Personal Cloud: Daten und Medien mit Freunden über die eigene Cloud teilen

cloud zugriffÜber den Punkt „Cloud Services“ gelangt ihr nicht nur zu den verschiedenen Cloud-Anbietern wie etwa Amazon oder Mozy-Backup, sondern auch zur „Personal Cloud“. Über diesen Menüpunkt könnt ihr eure eigene Cloud im Internet erstellen, die dann zum Beispiel für Kollegen oder Freunde zugänglich ist.

Im Menü angekommen konfiguriert ihr euch erst einmal den Cloud-Zugang. Dazu notwendig – ein Benutzer und ein Passwort. Außerdem könnt ihr auch Freunde per E-Mail Benachrichtigung einladen. Anhand des Namens eurer Cloud, können eure Freunde dann über die Web-Oberfläche auf das NAS-System drauf zugreifen. Zusätzlich dazu bietet das Menü noch eine Hilfestellung an, wo ihr die jeweiligen Konfigurationsmöglichkeiten für den Router findet. Die Oberfläche zeigt euch an, ob der Zugriff von Außen möglich ist und wenn nicht, welche Einstellungen am Router und an den Ports vorgenommen werden müssen, damit der Zugriff stattfinden kann.

Sofern ihr alles richtig konfiguriert habt, könnt ihr die Einladung raus schicken und eure Daten teilen. Sofern ihr nicht alle Daten teilen möchtet oder nur bestimmten Benutzern zur Verfügung stellen wollt, steht außerdem noch eine Rechtefreigabe zur Verfügung. In dieser legt ihr die jeweiligen Ordner fest, die für die eingeladenen Personen sichtbar beziehungsweise zugänglich sein sollen.

Fazit:

Ich hatten das Iomega EZ Media and Backup Center NAS-System nun ein paar Wochen zu Gast bei mir und möchten euch an dieser Stelle einmal ein Fazit präsentieren. Das NAS-System bietet umfangreiche Funktionen für die Verwaltung von Daten und natürlich auch Backups an. Alles kann über eine übersichtliche Web-Oberfläche gesteuert werden, wie man es von zahlreichen anderen NAS-Systemen gewohnt ist. Besonders gut gefallen mir die einzelnen Möglichkeiten, via Apps auf Portale wie YouTube und Facebook schnell Dateien hoch laden zu können. Außerdem ist die Cloud-Eigenschaft ein sehr nützliches Feature, wenn man das NAS zum Beispiel im Büro einsetzt. Das austauschen von Dokumenten funktioniert somit automatisiert und ihr gebt einfach die jeweiligen Inhalte in der Cloud für die gewünschten Benutzer frei. Auch von den Betriebsgeräuschen merkt man nicht viel, denn das NAS arbeitet sehr leise und gibt kaum einen Mucks von sich.

Was mir nicht ganz so zusagt hat, sind die Erweiterungsmöglichkeiten. Lediglich eine USB-Schnittstelle steht für weitere USB-Festplatten oder Sticks auf der Rückseite zur Verfügung. Ein paar mehr hätten es schon sein dürfen. Außerdem klappte der Aufbau einer Personal Cloud nur bedingt und diese war in meinem Test trotz richtiger Router-Einstellungen nicht immer über den Browser ansprechbar.

Das Iomega EZ Media and Backup Center gibt es im Handel und über Online-Shops zu Preisen ab rund 120€ mit 1TB an Speicherplatz zu kaufen. Die 2TB-Version startet bei etwa 159€ und die 3TB-Version gibt es für 205€.

Die Fotos zum Unboxing:

iomega nas

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iomega1

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iomega3

iomega4

cloud freigabe

cloud zugriff

iomega ez media and backup nas

iomega ez media and backup nas

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