Das findet Anklang – Warum Hörbücher immer beliebter werden

Was gibt es schöneres, als bei den kalten Temperaturen im Warmen zu sitzen und sich gemütlich seiner Lektüre hin zu geben? Gerade im Winter, wo sich die meisten Freizeitaktivitäten nach drinnen verlagern, ist gute Literatur wie geschaffen, um sich die Zeit auf anspruchsvolle Weise zu vertreiben. Doch was tun, wenn man trotz regem Interesse an guten Romanen keine Lust hat, die Augen zu überanstrengen? In diesem Fall stellt der Audible Hörbuch Player von Google play eine ideale und moderne Alternative dar. Die App erlaubt es, Hörbücher unkompliziert aufs eigene Smartphone herunter zu laden und die Bestseller der Weltliteratur anstatt mit den Augen ganz einfach mit den Ohren zu verfolgen. Neben dem geringen Aufwand in Sachen Beschaffung und ‘Verzehr’ von Publikationen gibt es aber noch eine paar andere Faktoren, die für die akustische Buchvariante sprechen.

Anregung der Fantasie einmal anders

Die Stimme eines begabten Erzählers ist oftmals viel besser dazu in der Lage, emotionale und situationsbedingte Botschaften des Verfassers zu vermitteln. Dank der professionellen ‘Stimme aus dem Nichts’ wird die Vorstellungskraft eines Zuhörers somit auf wesentlich einfachere Weise stimuliert, als durch das nüchterne Lesen von Zeilen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen sorgen digitale Buchvorträge deshalb für eine umfassendere Ausbildung der Fantasie und des räumlichen Denkens, sogar Politik soll laut einer Studie vom Politologen Bernd Strohmeier durch Hörbücher, wie Benjamin Blümchen gebildet werden. Visuelle Buchvarianten erschweren diesen Zugang zu imaginären Abläufen hingegen nicht selten aufgrund der mangelnden Lesegeschwindigkeit junger Leseratten, was die Anstrengung beim Blättern überwiegen sowie die Motivation sinken lässt. Worum es in der Geschichte im Einzelnen ging, wissen die Kleinsten darum auch manchmal gar nicht mehr, sobald sie das Buch zugeschlagen haben.

Dass Hörbücher in dieser Angelegenheit Abhilfe schaffen können, bedeutet nun aber nicht, dass das Lesen weniger geübt werden sollte. Immerhin bildet das Lese- neben dem Schreibtalent die essenzielle Basis für eine vernünftige Sprachfähigkeit und somit eine Grundvoraussetzung für kleine Literaturfans, insbesondere, wenn diese mit dem Gedanken spielen, irgendwann sogar selbst einmal der Verfasser einer Geschichte zu sein. Aus diesem Grund wird speziell für Kinder ein ausgewogener Mix aus schriftlichen und akustischen Erzählungen empfohlen. Gegen ein Gute-Nacht-Hörbuch ist jedoch nichts einzuwenden, zumal es nach so manch stressigem Arbeitstag die Restenergien der Eltern schont.

Hör da mal rein

Neben dem positiven Effekt auf die Vorstellungskraft vermögen Hörbücher es, auch Lesemuffel für literarische Meisterwerke zu begeistern. Oft ist es nämlich nur die Faulheit, die Personen davon abhält, sich einem interessanten Schmöker zu widmen. Bei einer derartigen Unlust zum Lesen helfen selbst Rezensionen und Empfehlungen von Freunden nichts mehr. Ein praktischer Erzähler fürs eigene Handy hingegen schon. Ein kurzer Link zur jeweiligen Downloadseite des Werkes genügt und schon können auch Laien in den Genuss einer Neuveröffentlichung kommen. Erst einmal reingehört, zieht die akustische Literatur mit Leichtigkeit auch Poesieungeübte in ihren Bann und schafft neben der Leserschaft eine ganz neue Variante an Buchfans: Die Zuhörer.

Selbst zum Erlernen neuer Sprachen leistet das Hörbuch einen ganz eigenen Beitrag. Dank der authentischen Aussprache des Erzählers ist es für linguistisch Begabte ein leichtes, sich Fremdsprachenformulierungen anzueignen, sodass die eigene Aussprache sich im Handumdrehen verbessern lässt. Es ist also egal, ob es sich bei akustischer Literatur um heimische oder fremdsprachige, lyrische oder prosaische Werke handelt – jede Variante für sich bietet Nutzern seine eigenen Vorzüge und ist es somit definitiv wert, gelesen, pardon, gehört zu werden.

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Copyright Bild: © CamEvans via Flickr.com (CC BY-ND 2.0)

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